Willkommen zum Blog
03. - 12.01.12: Im Land der Pharaonen
Wir
kommen übermüdet um 5.00 Uhr in Cairo an und sind froh, dass unser
Zimmer schon bereit ist, um uns aufs Ohr zu legen. Auf dem
Programm stehen Pyramiden, ägyptisches Museum, Citadelle, Khal el
khalili, City of the death, Mausoleum von der Familie von Mohamed Ali
(nein, nicht der Boxer...). Dank unserem super Taxichauffeur Gamal
gelingt es uns dieses Programm zu bewältigen. Bevor es weiter geht in
die Wüste, geniessen wir ein super leckeres Fondue mit echtem schweizer
Käse (eins war nicht genug...).
Essam
und seine Crew holt uns Morgens um 7.00 Uhr ab, unser Trip nach
Luxor durch die Wüste beginnt. Dank Essam (der Ägyptologe), Mustafa (dem funny Beduinen) und Äläh (Mustafas Gehilfe) wird die Tour
zu einer unterhaltsamen und lehrreichen Zeitreise durch die ägyptische Geschichte und Kultur. Obwohl wir während unseren Outdoorübernachtungen fast
erfrieren, möchten wir die Erlebnisse und Eindrücke in der Wüste nicht
missen: Die bizarr geformten Kalksteine in der weissen Wüste, die
Abenteuer-Romantik am Lagerfeuer, der klare Sternenhimmel mit Vollmond
und die frechen, herzigen Wüstenfüchse werden immer in Erinnerung bleiben.
Der Abschluss unserer Reise bildet Luxor mit seinen Tempel und
Gräber. Hier decken wir uns nochmals kräftig mit Souveniers ein.
Morgen, Freitag der 13. gehts wieder zurück in die Heimat, in die Kälte
und zum Alltag, trotz allem freuen wir uns drauf.
Nun
sind schon 3,5 Monate vorbei, wir durften so viele schöne Erlebnisse
geniessen. Wir freuen uns euch noch weitere Geschichten bei einem Bier
zu erzählen.10.12.11 - 01.01.12: Beach, Wine and SharksWir fliegen wieder mal d.h. unser
Flug ist wie immer delayed!! Mit 2 stündiger Verspätung und einem
mulmigen Gefühl im Bauch, wegen den vielen Horror-Stories, die wir
gehört haben, landen wir in Cape Town. Als erstes fällt uns auf wie
grün die Welt doch sein kann. Ein Muss in Cape Town ist der Besuch der
Waterfront, Tafelberg, Robben Island und Kap der Guten Hoffnung.
Die
Waterfront ist das Ausgeh-Quartier mit unzähligen Restaurants, Bars,
div. Darbietungen, Riesenrad usw. Nach dem eher eintönigen Nachtleben
in Namibia, sind wir beim ersten Pub-Besuch völlig überfordert.
Trotz
der schlechten Wetterverhältnisse beschliessen wir den Tafelberg zu
besuchen. Mit der Gondel (made in Switzerland) fahren wir in eine
dichte Nebelsuppe und sehen kaum die Hand vor Augen. Wir starten
unseren Spaziergang durch den Nebel und plötzlich trennen sich unsere
Wege ungewollt, Simona geht links und Reto geht rechts, kurz wir haben
uns verloren. Dank einem "Wo du?"-SMS finden wir uns wieder. Just in
diesem Moment klärt sich der Nebel auf und wir haben eine einmalige
Sicht über Cape Town WOW! Glück gehabt, denn 20 Minuten später ist
wieder alles dicht.
Wir haben Glück und ergattern uns noch
die letzten 2 Tickets für den Besuch auf Robben Island, die berüchtigte
Gefängnisinsel wo Nelson Mandela gefangen war. Ein ehemaliger Insasse
führt uns durch den Gefängniskomplex und erzählt uns bewegende
Geschichten aus der Apartheid.
Eine kurvenreiche Strasse
(Traum für Motorradfahrer) führt uns ans Kap der Guten Hoffnung. Dank
dem sonnigen Wetter ist der Nationalpark ein wunderschönes
Naturerlebnis. Entgegengesetzt der Meinung Vieler ist dies nicht der
südlichste Punkt von Afrika, sondern Cape Agulhas.
Die
Besichtigung der Weingüter gehört wohl zu einem Südafrika-Trip. Wir
finden ein Weingut mit gemütlicher Unterkunft in Wellington. Im
dazugehörigen, heimeligen Restaurant sind wir froh, dass uns die
Cheminées wärmen, da es sehr regnerisch und kühl ist. Simona weiss nun
wo ihr Weindegustationslimit liegt, 2 Degustationen zwischen 11.00 Uhr
und 14.00 Uhr! 5 Weine pro Degustation kosten ca. CHF 2.00!! :-)
Der
Weisse Hai Teil I: In Hermanus können wir es kaum erwarten endlich dem
grossen Weissen zu begegnen. Nach einer aufheiternden Instruktion
über
das Cage-Diving, fahren wir los zur Shark-Alley, wo uns 7 weisse Haie
erwarten! Mit Taucherbrille und Neopren steigen wir in dem am Boot
befestigen Käfig. Der Hai wird mit einer Mischung aus Blut und
Fischinnereien zum Boot gelockt. Mit einer Robbenatrappe und einem
Fischköder wird er Richtung Käfig geführt. Auf das Komando des
Divemasters: "Down,down,down!" tauchen wir ab und erleben diesen
kraftvollen aber doch sanften und grössen Raubfisch der Welt hautnah.
Auch die Sichtung vom Boot, wie er aus dem Wasser schnellt und nach der
Beute schnappt ist äusserst beeindruckend. Was für eine Action so nah 4m
grosse Haie besichtigen zu dürfen.
Der Weisse Hai Teil II:
Wir sind vom Hai-Fieber infiziert und buchen gleich nochmals eine Tour
in Mossel Bay. 500m vom Badestrand entfernt stoppen wir und locken den
grossen Weissen an... wissen das die Badegäste?? Diesmal ist nicht nur
die Unterwassersicht besser, sondern die Haie sind auch wilder und
stossen mehrere Male gegen den Käfig :-)
Den schroffen Klippen entlang auf der Garden
Route fahren wir nach
Knysna ans Rock Festival! Jonny Clegg, Prime Circle und andere Bands
bieten uns eine rockige Show. Die günstigen Getränke tragen auch dazu
bei unsere gute Laune zu verbessern ;-) Sehr empfehlenswert ist unsere Lodge in
Knysna,
ein idyllischer Ort mit botswanischer Buschathmosphäre mitten im
fibrierenden Touristenort! Von hier aus besuchen wir die Cango Grotte
und einen Tierpark. Wenn man die Tiere in freier Wildnis erleben
durfte, hat man Mitleid mit Ihnen, sie in den Gehegen zu sehen... Free
the animals!
Weihnachten
in Jeffrey's Bay, dem Surfer-Ort. Frisch aufgemotzt und rausgeputzt
freuen wir uns auf unser Weihnachts-Dinner. Ein wenig
verwundert nehmen wir zur Kenntnis, dass unser Hotel-Restaurant am 25.
Dezember bereits ab 15.00 Uhr geschlossen ist. Zum Glück ist dies nicht
das einzige Restaurant... Kaum aus dem Hotel, müssen wir mit Schrecken
feststellen, dass alle Restaurant geschlossen sind :-( Fastfood sei
Dank, Pizza und Hamburger retten uns vor dem Verhungern.
Im
Addo Nationalpark treffen wir Silvia und Peter (Arbeitskollege von
Reto) zum Gamedrive. Schön mal wieder Elefanten zu sehen :-)
Auf dem Weg nach Joburg übernachten wir noch in Clarens, ein
Künstlerort, wo wir unser Weihnachtsgeschenk bekommen...!?!? Clarens
liegt an der wunderschönen, bergigen Route, welche der lesohtischen
Grenze entlang führt.
Unsere
Südafrika-Reise beenden wir in Joburg, wo wir auch Silvester feiern.
Etwas ungewöhnlich ist der Ort, wir stossen um Mitternacht im Casino
des Emperors Palace an. HAPPY NEW YEAR! Morgen gehts bereits zum
letzten Teil unserer Reise, nach Ägypten!
21.11. - 08.12.11 Vom Stadt- und Landleben:Swakopmund:
die am Swakop-Fluss gelegene Stadt gilt als die deutscheste Stadt in
Namibia. Wir können überall deutsch sprechen und logieren im sehr
liebevoll eingerichten Meike's Gästehaus, ein Volltreffer, unsere
Wünsche werden uns von den Lippen abgelesen. Wieder einmal können wir
uns den Staub der endlosen Pisten gründlich vom Körper duschen.
Nach
fast zweimonatiger 24-Stunden-Zweisamkeit geniessen wir nun 4 Stunden
getrennt zu sein. Reto entschliesst sich
endlich mal eine
Dünen-Quad-Tour zu bestreiten. Wie schon so oft ist er wieder mal der
einzige Gast mit dem Tourguide, was natürlich gar nicht stört. Nach
anfänglichen Schwierigkeiten, denn das verdammte Quad funktioniert ja
nicht wie ein Motorrad, kann er das Dünensurfen so richtig geniessen.
Der Suchtfaktor ist sehr gross. Das Highlight ist eine unverhoffte
Begegnung mit einer Sidevinder-Giftschlange, welche ihn natürlich
völlig fasziniert. Nach 2 Stunden Quad-Fahrt geniesst Reto das redlich
verdiente Bier. Simona
kann sich für's Quadfahren nicht so begeistern,
sie will lieber die Wüste mal von einer anderen Seite sehen und meldet
sich für die Living-Desert-Tour an. Es ist faszinierend was alles im
und vor allem unter dem Sand lebt und wie die kleinen Tiere (Spinnen,
Geckos, Echsen, Schlangen, Kameleon) in einer so trockenen und sandigen
Landschaft überhaupt überleben können. Sie ist fasziniert vom
Tourguide, nicht nur weil er ein cooler Typ ist ;-), sondern auch wie
er einfach irgendwo im Sand buddelt und die Tiere findet... die
Dünen-Landschaft ist einfach ein Traum.
Da Swakopmund am
Meer liegt unternehmen wir eine Bootcruise in der Walvis-Bay. Nicht
weit vom Hafen entfernt, begrüssen uns bereits die ersten Pelikane,
auch Delphine und Seehunde springen verspielt ums Boot. Die Seehunde
Mr. Ali und Julia besuchen uns sogar auf dem Boot. Um besser an den
Leckerbissen zu kommen, benützt Julia
Simona's Schoss als Trittleiter.
Wow, die Lady hat ganz schön viel auf den Rippen. Reto wird wieder mal
mit einem Vogelschiss beglückt, hoffen wir, dass das Glück hinhält...
Zur Verpflegung werden frische, rohe Austern serviert, es wird wohl
Reto's letzte frische Auster gewesen sein und Simona sieht sie sowieso lieber unter Wasser.
Obwohl wir leider
am Bülacher Weihnachtsmarkt nicht teilnehmen können, stossen wir
genüsslich mit einem Swakopmunder Glühwein auf unsere Freunde an.
Der
Skeleton-Coast entlang fahren wir nach Cape Cross, wo wir eine riesige
Seehund-Kolonie besuchen. Bevor man die Tiere sieht, hört und vor allem
riecht man sie. Puahhh... was für ein Gestank, Reto muss sich fast
übergeben. Simona filmt gespannt die Geburt eines Seehundbabys. Wir
merken schnell, dass der Seehund ein Wasser-Tier ist, denn an Land kann
er sich kaum fortbewegen und sonnt sich faul auf seinen Fettpolster.
Simona kann ihn gut nachmachen ;-)
Unsere überteuerte Lodge, kann uns
gar nicht überzeugen. Bereits um 21.00 Uhr tanzt der Bär nicht mehr,
wenn er überhaupt mal getanzt hat, wieder mal eine Honeymoon-Lodge.
Nach einem 10-stündigen Schlaf, erwacht Reto einwenig überrascht, da
ettliche Mücken ihn heimgesucht haben. Zum Unverständnis von Reto hat
er ca. 40 Stiche und Simona 0, wo bleibt da die Gerechtigkeit, fragt
er sich...
Der nächste Stop ist in Twyfelfontein, wo wir
die Felsgravuren der Buschmänner, die orgelpfeifenartigen
Felsformationen und dem verbrande Berg (Frau Brandenberg, wie wir ihn
nennen) beaugapfeln. Uns haut es nicht gerade von den Socken...
Halb
nackte und rotbemalte Frauen winken uns am Strassenrand zu, wir müssen
im Himbaland sein. Reto war kurz abgelenkt... :-) In Opuwo besuchen wir
als einzige Weisse eine lokale Bar. Wir sind wieder mal von Brothers
und Sisters umzingelt und jeder Friend will noch ein Bier von uns,
leider können wir nicht so gut englisch... ;-)
Der
nächste Höhepunkt der Reise, die Ruacana-Fälle an der Grenze zu Angola.
Die Fälle wären mit ihren 120m Höhe und 700m Breite sehr imposant, wenn
da Wasser wäre. Als ausgleich müssen wir wohl wieder mal den Rheinfall
besuchen. Um unseren Frust abzubauchen, geht Simona bei 40 Grad joggen
und Reto verschantzt sich im Kraftraum ohne Klimaanlage. 45 Minuten
später treffen wir uns, Reto schweissüberströmt und Simona mit
hochrotem Kopf, im klimatisierten Zimmer.
Auf dem Weg zum Etosha halten wir im Rochas, wo wir das ATP-Finale von Roger mitfiebern. Long life King Roger!
Mit
dem Beginn der Regenzeit kommen wir im Etosha NP an. Das erste Mal
richtig Regen mit Sturm und Hagel, so dass man kaum noch die Hand vor
Augen sieht. Unser Bungalow in der Aoba Lodge teilten wir mit 2
vorwitzigen Eichhörnchen, die während der Nacht unser Milchpulver für
den Kaffee stehlen. Diese Lodge ist eine absolute Vorzeigelodge, was
sich in kleinen Details zeigt:
-Während dem Nachtessen wurde das Duvet aufgedeckt und mit einem Gute Nacht-Schöggeli versüsst
-bei Regen wurden Schirme ins Bungalow gebracht
-excellente Weinberatung und Angebot des Chefs
-auf Extrawünsche wird eingegangen - Vegetarisches Menü für Simona
-vor dem Abendessen hält die Crew ein Ständchen in ihrer Klicklaut-Sprache
Anfangs
von der Tiervielfalt ein wenig enttäuscht, begegnen wir aber nun dem
Letzten unserer Big Five, dem lang ersehnten Lepi, unseren Leoparden!
Insgesamt verbringen wir 5 Tage im Etosha, wo wir wunderschöne
Tierbegegnungen geniessen und uns von der Weite der Salzpfanne
beeindrucken lassen.
Es
wird langsam Zeit, dass wir nach Windhoek aufbrechen aber nicht ohne
einen Halt in der Safari Camp Lodge. Der gleiche Archithekt, der
bereits das Roadhouse entworfen hat, hat auch diese Lodge im Stil einer
Township-Bar, genannt Shebben, gebaut. Während des Abendessens
unterhält uns, mit Einbeziehung des Personals, eine lokale Band. Simona
juckt es in den Füssen und will am liebsten mittanzen.
Auf der Zielgerade Richtung Windhoek hat ein dummes Blauhelmhuhn (Perlhuhn, diese nervenden Viecher) beschlossen Suizid zu begehen und knallt mit voller Wucht gegen
die Frontschutzscheibe. Diese dummen Hühner, von den Einheimischen
Crazy Chicks genannt, sind so doof, dass sie dauernd vor dem Auto hin
und her rennen und dabei vollkommen vergessen, dass sie eigentlich
fliegen können.
Unsere
letzten 5 Tage in Namibia verbringen wir in Windhoek, wo wir noch mehr
Souveniers und T-Shirts kaufen, das Stadtleben geniessen, italienisch
Essen gehen (Simonas Pasta-Tank wird wieder aufgefüllt),
uns Filme im Kino anschauen, Wäsche waschen, Blog schreiben, uns über
Taxifahrer ärgern und uns auf Südafrika vorbereiten. In der Bar zum
Wirt geniessen wir in lustiger DJ-Umgebung unser Schlumi, als auf
einmal ein grosser, alter Seebär an uns vorbei aufs Klo geht und meint:
"Ruhe im Puff, der Hauptmann sitzt!" Hahaaaa... wir konnten uns kaum
erholen vor lachen :-) Nun geben wir
hier auch unser heissgeliebtes Fahrzeug zurück und sind sehr froh, dass
wir
das total verstaubte und verschlammte Auto nicht selber reinigen
müssen. Morgen werden unsere Koffer umgepackt (wohin mit all den
Souveniers???) und am Samstag dem 10.12.11 gehts auf nach Capetown, wo
unsere 3-wöchige Südafrika-Reise beginnt.10. - 20.11.11 Märchen und andere Stars:In Namibia
angekommen, freuen wir uns in einem deutschangehauchten Restaurant auf
Jäger- und Pouletschnitzel. Sabbernd sitzen wir am Tisch bis uns die
Kellnerin mitteilt, dass wegen Stromausfall Schnitzel und Co.
ausfällt... Was für ein Willkommen in Namibia. In Kalkrand leisten wir
uns ein Luxury-Tent mit wunderschöner Daktari-Aussicht auf die Savanne.
Da wir so gute Erfahrungen mit den Game-Drives in Botswana hatten,
meistens nur zu zweit (Honeymoon-Tour), teilen wir uns nun mit einer
deutschen Gruppe einen Geländewagen. Die Basler haben das Glück die
Tour in dem Landy Serie I zu geniessen. Nach 15 min Fahrt sind wir
schon leicht genervt. Das blonde Osterei vor uns schreit bei jedem
bewegenden Punkt "Do hüpft was!". Das hüpfende
Etwas ist leider so weit
entfernt, dass niemand erkennen kann was es ist. Als wir die Giraffen
beim Fressen der Blätter beobachten fragt Blondie: "Was fressen denn
die Giraffen?" Reto: "Na, ihre Jungen wahrscheindlich!" Somit waren wir
nicht mehr ihre Freunde. Simona's singender Kommentar auf die
zahlreichen Nester der Weber-Vögel "äs Vogelnäscht, äs Vogelnäscht,
das isch äs Näscht....", fanden auch nur wir lustig :-) (Fläsche
Gugge lässt grüssen). Reto's Neid auf die Basler (Landy) hält sich in
Grenzen, da sie bei der ersten grossen Düne steckenblieben und sie zu
Fuss lautfluchend rauf stapfen müssen.
Am 11.11.11 um 11.11
Uhr Schweizerzeit stossen wir bei ca. 40 Grad mit einem kühlen Hellen
im Köcherbaumwald auf die Fasnacht an. Hier finden wir auch endlich
wieder mal
eine Bar mit Musik, anderen Gästen und feinen Shots.
Simona's erhöhter Alkoholpegel führt dazu, dass sie im Hotelzimmer im
rosa Nachthemd mit der neuen Sonnenbrille und dem Mückenspray
(Mikrophon) einen Auftritt als Laura Pausini gibt.
Nächster
Halt ist im Canyon Roadhouse, Reto ist im Paradies! Es wimmelt nur so
von alten Auto's, Motorrädern, Tanksäulen und diversen
Werbeschildern
aus den 60ern, Big Boys Dream. Wir fühlen uns wie in einem James
Dean-Film. Unser Tagesausflug führt uns zum Fish River Canyon, der
zweitgrösste Canyon der Welt. Es ist sehr eindrücklich. Hier folgt auch
Simona's Attentat auf Reto's Leben (meint Reto). Simona fährt direkt
auf den Abgrund zu "denn sie wissen nicht was sie tun" und Reto 008
springt, schon zum 2. Mal, aus
dem fahrenden Auto, um sich noch einen
Grassbüschel zu ergattern, denn er will sein Leben noch nicht her
geben. Simona alias Lara Croft bringt das Auto ohne Probleme 2 Meter
vor Abgrund zum Stillstand und pinkelt sich vor Lachen fast in die
Hose. Nach einem vorzüglichen Abendessen im
Roadhouse folgt nun
Simona's Strafe. Natürlich kann sie es nicht lassen (Neugier der
Frauen) auf dem Klo das Holzkästchen über dem Wandbild eines nackten
Mannes zu öffnen. Darauf ertönt eine Sirene im ganzen Restaurant und
Barbereich. Super!! Unter lautem Gegröhle und Glächter der Gäste
marschiert Simona ganz locker aber etwas errötet durch den Saal.
Zur
Strafe muss sie nun entweder eine Runde spendieren oder mit der
Schnupfmaschine eine Prise nehmen. Wieder mal Glück gehabt... Zum Entsetzen der anderen Gäste schnupft sie genüsslich.
Im Thermalbad Ai Ais gönnen wir uns nach der holprigen und staubigen Piste eine Massage.
Durch
eine eindrucksvolle Landschaft führt die Strecke dem Oranjeriver
(Grenze zu Südafrika) entlang. Reto fühlt sich wie ein Rally-Pilot an
der Paris-Dakar. :-) Als die Strasse wieder geteert ist und Reto
bereits anfängt zu gähnen, übernimmt Simona das Steuer und der
Beifahrersitz wird wieder mal zum Mittagsschlaf-Sitz von Reto. Der
Kopf hängt und hängt und hängt, zum Glück ist
da noch der Sicherheitsgurt sonst würde er wie Mr. Bean in der Kirche
nach vorne rollen.
Wir freuen uns auf ein bisschen
Stadtleben, doch leider ist in Lüderitz
nicht so viel los wie wir uns erhofft haben. Trotzdem bleiben wir
3 Nächte, denn Simona will unbedingt wieder mal aufs weite Meer hinaus
und Reto will die Geisterstadt Kolmannskuppe begutachten. Im
B&B Obelix finden wir eine günstige Unterkunft
mit riesigen Räumen. Auf der sehr informativen Katamoran-Tour begegnen
uns Delphine und Jack-As Pinguine, die heissen wirklich so, denn
sie schreien wie ein Esel. Die Geisterstadt setzt uns ins
Jahr 1920 zurück, als da
noch
das Diamantenfieber herrschte. Man müsste die Gebäude nur vom Sand
befreien und man könnte sie wieder beziehen. Trotz intensiver Suche
finden wir keine Diamanten und müssen deshalb im Januar wieder zurück
zur Arbeit. Der Weg zum Dias-Point führt, zur Freude von Reto, über
haarstreubende Offroad-Pisten. An jedem
Aussichtspunkt suchen wir, in
der Hoffnung Diamanten zu finden, immer wieder schöne Steine. Doch
plötzlich suchen wir keine Steine mehr, sondern unser Auto. Nun kennen
wir den Grund wieso Diaz diesen Flecken Erde im 14. Jahrhundert so
schnell wie möglich wieder verliess. Es ist saukalt, windig und von
Seelöwen verschissen, also kein Grund um hier länger zu verweilen.
Auf dem Weg zum Sossusvlei machen wir halt beim Schloss Duwisib
und
übernachten auf einer Guestfarm. Simona freut sich, wieder mal
Prinzessin zu spielen. Der Schlosswärter empfehlt uns aufs Dach zu steigen
um die Aussicht zu geniessen. Reto ist schon oben, Simona noch auf der
Leiter, als Reto ein lautes "Aaaautsch" von sich gibt. Dem
Schrei nach muss ihn eine genmanipulierte, rote, Riesenwespe in den
Finger gestochen haben. Auch Simona wird mit einem Stich ins Decoltée
begrüsst. Vom Wespennest hat uns niemand gewarnt. Naja, das ganze
schmerzt leicht, juckt und schwillt an. Reto meint, Simona soll
doch nochmals hochgehen, die Brüste seien nun etwas asymetrisch.
Während dem Abendessen dürfen wir uns spannende Geschichten über Land,
Leute und Tiere vom Farmer erzählen lassen. Wusstet ihr, dass Paviane
Leoparden und Hunde in einen Hinterhalt locken und zerfetzen?
Früh brechen wir auf, um nicht mit allen Touris gleichzeitig an der Düne
45 zu sein. Voller Freude nehmen wir den anstrengenden Aufstieg in
Angriff. Für die Anstrengung werden wir mit einem wunderbaren Ausblick
belohnt. Wie kleine Kinder hüpfen, springen, tollen wir den grossen
Sandhaufen hinunter. Das als Hauptattraktion angepriesene Sossusvlei
(Tümpel im Sand) hat uns eher enttäuscht. Von der Dünenlandschaft, die
uns an Ali Baba und die 40 Räuber erinnert, sind wir sehr angetan.
In Solitäre besuchen wir eine
Cheeta-Foundation und lassen uns mit
einem alten Toyota ins Gehege führen. Auf der Suche nach den Geparden bleibt
das Auto mitten im Gehege stehen. Während den Reparaturversuchen
besuchen uns unverhofft die neugierigen Geparden und beobachten uns
genaustens. Für einmal werden die Beobachter zu den Beobachteten... was
für ein Erlebnis!Und zur allgemeinen Info: Wir sind nicht mehr Leuepfötli und Hyänemüleli sondern Rhinoarsch und Hippohintern :-)03. - 09.11.11 Goodbye Botswana:Der Leopard hat sich
zu gut versteckt, wir haben ihn trotz 6-stündiger intensiver Suche über
Stock und Stein nicht entdeckt. Er wird in Namibia auf uns warten. Bis
jetzt ist nicht mehr viel spektakuläres passiert. Wir haben Botswana
verlassen und nun beginnt unsere Namibia-Rundreise. Grenzübergang
verlief einwandfrei. Dann erzählen wir doch mal ein wenig über uns, was
euch wahrscheinlich auch brennend interessiert... :-)

Nein,
wir sind nicht verliebt. Nein, wir hatten noch keinen Streit. Unsere
Maken und die des Anderen lernen wir allerdings sehr wohl kennen. Was
uns zu immer wieder spannenden Gesprächen führt.
Autofahren:
Das
Auto (Nissan 4x4) für Reto wie gemacht. Simona ist wie immer zu klein.
Sie sieht fast nicht über's Steuerrad aus, geschweige dann über die
Motorhaube. Wenn sie in den 5. Gang schaltet, muss sie sich schon fast
losgurten. Reto, der Offroad-Champ meistert unsere privaten
Game-Drives
mit Bravour. Simona ist der Raser-Profi auf den langen Geraden, wo der
Horizont durch die Spieglung der Strassen nicht mehr erkennbar ist. Wir
versuchen uns nicht gegenseitig rein zureden, was auch meistens
funktioniert... Folgende Hindernisse sind für uns inzwischen Alltag und
kein Problem mehr:
-Plötzliche Strassenüberquerung der Tiere (Affen, Esel, Pferde, Kühe, Ziegen, Strausse, Hunde...)
-Durchfahren der Buschbrände
-Tiefer Sand oder mit Schlaglöcher übersähte Strasse
-Rauchende Motorhaube
-zig-tausende Sommervögel, die an die Windschutzscheibe klatschen
-etliche Strassenreparaturen
-Sandstürme im Auto
-Starke Windhosen
-riskante Überholmanöver mit Lastwagen
-komische Radiosender oder auch gar keine Musik
Was haben wir sonst noch rausgefunden:
-Reto
ist der typisch korrekte und zuvorkommende Schweizer, welcher beim Stop
auch wirklich anhält, alle Schilder und Pfeile beachtet und sich
unwohl
fühlt, wenn er einer Lodge eine Absage erteilen muss.
-Simona
ist die freche und "ein wenig" egoistische Italienerin, die sich wie
eine Grosse an der Kasse vordrängt und böse Blicke einfängt. Wo sie
fährt gibt's ein gehupe und gemotze. Sie fühlt sich wohl, in ihren Adern fliesst schon fast afrikanisches Blut.
-Der Romantische von uns ist eindeutig Reto!
-Die
afrikanische, schlarpende Gangart haben wir beide relativ schnell
angenommen. Sabine, du wirst uns nun definitiv davon laufen ;-)
-Reto
schläft immer in der Nähe der Klimaanlage, dem TV und dem Klo. -Simona ist es wie
immer egal, mit den Oropax schläft sie fast überall. Ausser bei
absoluter Stille im Dachzelt, da hält sie die Taschenlampe jeweils fest
in der Hand.
-Reto ist bereits vor dem Wecker wach und macht brav seine Rückenübungen.
-Simona ist auch in den Ferien ein Morgenmuffel und wird erst mit den Fledermäusen richtig wach.
-Essen: Menu
Reto: Filet und Reis, Ribs und
Chips, Steak und Patato
Menu Simona: Pizza,
Pasta, Chicken
mit Reis
Wir vermissen beide die Spätzli vom Mami!
-Getränke: Wasser, Fruchtsaft, Fanta Pineapple, Bier, Cider, Wein, Amarula, Don Pedro
-Reto verliert min. 10 Liter Schweiss pro Tag (nein es riecht nicht)
-Simona's Schweissdrüsen haben sich ein wenig geöffnet und sogar sie hat nun nach einer langen Fahrt einen nassen Hintern.
-Nein,
die Vögel interessieren uns nicht wirklich, es ist uns auch egal
welcher Vogel welchen Pfeifton von sich gibt. Wenn Vögel, dann grosse!
So, das reicht mal vorerst....! :-)
19.10. - 02.11.11 The Big Five / Elefantenplage in Botswana:Auf dem Weg zu den Victora Falls, halten wir noch kurz bei den,
im Buch angepriesenen, Popa Fällen. Da stürtzt sich der Okovango über
die gewaltigen Steinstufen, die max. 50cm hoch sind. Die Popa Fälle
entpupten sich als unspektakuläre Stromschnellen. Auf der Bootsfahrt
werden wir aber mit den ersten Hippos entschädigt.
Unerfahren und müde
wie wir sind, haben wir uns leider für die erst beste Logde
entschieden, wo es von Spinnen und anderem Getier wimmelt, dabei wäre
gerade nur 1km flussabwärts eine wunderschöne Lodge, wo wir uns dann
kulinarisch verwöhnen lassen. Weiter zu den Victora Fällen durchquerten
wir den Caprivi-Streifen, wo wir die ersten "Achtung
Elefanten-Schilder" antreffen, leider wollen die Elefanten uns nicht
sehen.
Am nächsten Tag überqueren wir den Zambesi Richtung Zambia. Kaum
haben wir die Grenze passiert, stürtzen sich die ersten
Schwarzgeldhändler auf uns. Unsere neue Währung heisst Kwacha und
wir verstehen noch immer nicht wie genau umgerechnet wird. Um das
Fahrzeug zu überführen, müssen wir an 4 verschiedenen Stellen Formulare
ausfüllen und natürlich immer nur gegen Entgeld. Sogar eine CO2-Taxe
müssen wir bezahlen!? Nach einer 2 stündigen holprigen Fahrt über eine
schlaglochübersähte Strasse kommen wir endlich in Livingstone an. Das
Hotel für das wir uns gemäss Buch entschieden haben, gibt es leider
schon länger nicht mehr grrr... Zur Freude von Simona gibt es in
Livingstone ein wunderbares italienisches Restaurant, Olga's, welches
zugleich eine Jungendhilfsorganisation ist. Um den Abend abzurunden,
geniessen wir den Schlummi an einer lokalen Openair-Bar mit Livemusik!
Wir sind die einzigen Weissen, was uns aber nicht weiter stört. Es ist
feucht-fröhlich amüsant... Mit grosser Erwartung besuchen wir die
Victoria Fälle, die aber leider wegen dem fehlenden Wasser
nicht so
spektakulär sind. Dafür können wir bis zur Wasserfallkante gehen und in
die Tiefe blicken. Den 600m Abstieg zum Boiling-Point lassen wir uns
trotz 40 Grad im Schatten nicht entgehen, das einzige was jedoch wie
ein Teekessel kocht, ist Reto's Kopf beim Wiederaufstieg
(Schweissverlust: 4 Liter).
Nun beginnt die Botswana-Rundreise. Der
Grenzübertritt mit der Fähre verläuft reibungslos. Nach verzweifelter
Unterkunftsuche, haben wir Glück und finden ein schönes Plätzchen in
der Garden-Lodge in Kasane (nicht ganz günstig...) Obwohl wir müde und
nicht frisch verliebt sind,
entscheiden wir uns für die
Sundownerbootstour, welche wir nie mehr vergessen werden. Die
Tiervielfalt und der wunderschöne Sonnenuntergang raubt uns den Atem
(siehe Bilder). Dafür opfert Simona sogar ihre Sonnenbrille, die nun wahrscheinlich ein Kroki trägt.
Unser
Weg führt uns weiter südlich nach Nata. Die Strasse dahin ist übersäht
mit tiefen Schlaglöchern, so dass sich Simona wie in einem Videogame
fühlt. Jedes Loch, welches sie erfolgreich umfährt ohne in den Graben
zu fallen, gibt Bonuspunkte! Kurz vor dem Ziel bleibt der Wagen jedoch im tiefen Sand stecken und sie muss den 4x4-Reto-Joker
einsetzen! In der Elephant Sands Lodge, in welcher wir unser erstes
Freiluftbadezimmer haben, sollen uns Elephanten in der Nacht besuchen
kommen. Wir haben sie allerdings nicht gehört, jedoch die Fussspuren
beweisen es deutlich. Ob der Elephant auch noch geduscht hat, wissen
wir nicht...
Auf
unserem Weg nach Maun machen wir halt in Gweta um den riesigen
Chapman's Baobab-Baum anzuschauen. Über Stock und Stein, durch tiefen
Sand und dichten Busch führt uns der Weg nach schliesslich 1,5
Stunden
(20km) Staubschlucken zum gewaltigen Baobab. Simona wirkt noch kleiner
daneben. Vorbei an den grossen Salzpfannen gelangen wir wieder zurück
zur Lodge, wo wir den sehr heissen Tag (44 Grad) mit einem kühlen Bier
und dem schon fast obligatorischen Amarula ausklingen lassen.
Um
uns wieder mal zu erholen, verbringen wir 4 Nächte in der Island Safari
Lodge in Maun. Hier gönnen wir uns eine Mokoro-Tour (Einbaumfahrt durch
das Okovango-Delta) und einen Game-Drive durch das Moremi-Reservat, auf
welchem wir unsere ersten Löwen sehen und
schon wieder dutzende von Elefanten, diese Landplage. Unter einem
grossen Baum entdecken wir einen Löwen beim Mittagsschlaf, natürlich
ein Männchen, da die Weibchen ja schliesslich am Jagen sind. Simona
riss Reto die Kamera aus der Hand und bewegte sich nach vorne um ein
schönes Foto zu schiessen. Der Löwe ist an den Bewegungen allerdings
sehr interessiert, wacht auf und fixiert Simona mit seinen Augen!! Yes,
das
Foto
sitzt :-) Den jagenden Weibchen können wir sogar nachfahren und
beobachten wie sie sich an einer Tränke volllaufen lassen (typisch
Weibchen, gemäss Reto). Zurück in der Lodge fragen wir uns wieso der
schönste Tisch direkt am Fluss zum Dinner noch frei ist? Bei der
Bestellung kriegen wir vom Kellner dann die Antwort: "Please be aware
when the Spitting-Cobra comes back from the hunt to his hiding next to
your table." und grinst frech dabei! Am nächsten Abend entscheiden wir
uns für einen Tisch weiter hinten und werden mit einem
Fledermaus-Schiss auf Reto's Glaze und Tisch belohnt... Ab sofort wird
nur noch kontrolliert outdoor gegessen. Da wir keinen Platz mehr im
Savuti NP kriegen, entscheiden wir uns Richtung Kalahari zu fahren.
Auf
Empfehlung eines Südafrikaners reservieren wir den Campingplatz (das
Chalet können wir uns nicht leisten, 250 USD pro Person) in der
Haiana-Lodge mitten im Niergendwo, 100 Km von der nächsten
Zivilisation. Unser Pasta-Nachtessen in der Wildnis teilen wir mit ca.
500 Tausendfüssler und unzähligen Nachtfalter und anderem Gewürm... Wir
sind halt doch keine Hardcore-Camper, vor allem wenn man bedenkt, dass
man Nachts wegen den Löwen nicht mehr pinkeln gehen kann.
Für die Big-Five (Löwe, Büffel, Elefant, Rhino und Leopard) fehlen uns
noch
das Rhino und der Leopard. Demzufolge besuchen wir das
Khama-Rhino-Sanctuary in Serowe. Dieses mal führen wir den Game-Drive
selber durch (wäre noch ein Job für Reto) und sehen doch glatt 5
Rhino's mit Baby (ein Baby mehr, dass Simona mit nach Hause nehmen
will). Nun lassen wir uns wieder mal in einem 4* Hotel in Gaborone
verwöhnen und hoffen morgen den Letzten der Big Five zu sehen :-)14. - 18.Oktober 2011 Namibia und ein verrückter Geburi:
Endlich
mal ein Flug, der klappt, alles läuft wie am Schnürchen aber so soll es
natürlich nicht bleiben... Etwas müde sind wir im Casino-Hotel Kalahari
Sands angekommen und sind angenehm überrascht und geniessen etwas
Luxus. Simona gönnt sich eine Massage nach den ersten Strapazen. Reto
freute sich wie ein kleines Kind auf's Auto. Nach grossem
Proviant-Einkauf geht es am nächsten Tag los in die freie Wildnis. Ans
Linksfahren und Steuerrad auf der falschen Seite müssen wir uns noch
etwas gewöhnen. Wir entschliessen uns bereits in der ersten Nacht in
der freien Wildbahn zu übernachten, ob das wohl ein Fehler ist??
Schnell
ist das Zelt und das Camp errichtet und schon bald prasselt ein
munteres Feuerlein und wir geniessen im Taschenlampenschein unser
erstes selbstgekochtes Pasta-Dinner mit kleinem Salätli.
Nun ist es 21.00 Uhr hmmm... und jetzt? Also gingen wir früh
schlafen.... schlafen? Dank der grossen Geräuschkullisse und der
verd... kalten Nacht, war an Schlaf gar nicht zu denken. 16. Oktober
2011 - Reto's Geburtstag!! Im Moment weiss er noch nicht was auf ihn
zukommt. Zum Frühstück wurde Reto von einem Biberli mit Geburi-Kerze
von Simona überrascht. HAPPY BIRTHDAY!
Schnell ist alles zusammengepackt und wir machen uns auf den Weg nach
Rundu, wo wir 2 Tage bleiben wollen. Nach drei Stunden übernimmt Simona
das Steuer und was passiert... wir müssen durch ein Buschfeuer fahren,
die Rauchentwicklung nahm uns jegliche Sicht, weshalb wir fast mit
einem bereits verunfallten Lastwagen kollidierten. Simona konnte in
letzter Sekunde noch ausweichen und mit viel Adrenalin im Blut
versuchten wir ruhig weiter zufahren.
Jetzt kann es ja nur noch besser kommen... 110km vor unserem Ziel fängt
der Motor an zu stottern und Rauch entwickelt sich im ganzen Fahrzeug.
Der Motor geht aus, Simona steuert zum Strassenrand und noch halb
fahrend hüpft Reto aus dem Auto um den Feuerlöscher zu holen.
Motorhaube auf, zum Glück nur ein Kabelbrand. Da wir aber leider kein
Werkzeug haben, können wir nichts reparieren. Um 16.15 Uhr starteten
wir das erste Telefon mit der Helpline, welche uns versprach, dass der
Mechaniker innerhalb von 1,5 h vor Ort sein wird. In der Zwischenzeit
halten viele Autos an, die uns helfen wollen, das Fahrzeug wieder flott
zu kriegen. Leider ohne Erfolg. 18.00 immer noch kein Mechaniker in
Sicht, die Dunkelheit nimmt zu um 19.00 ist Sonnenuntergang. Zur
Erinnerung, wir sind mitten im Afrikanischen Busch. Nach unzähligen
weiteren Telefonaten, erscheint der Mechaniker um 19.30 Uhr und
wechselt das verbrannte Kabel.
Surprise,
surprise der Anlasser ist auch im A.... Nach zahllosen Diskussionen
lassen wir das Auto mit offenen Türen und Fenstern und leicht entnervt
einfach in der Wildnis stehen. Der Mechaniker bringt uns nun nach
Rundu, wo wir um 22.15 Uhr in unserer Lodge ankommen. Nun weiss doch
aber jeder, dass in Rundu die Küchen um 22.00 Uhr schliessen...
Hungrig, müde und dreckig betteln wir an der Reception um Essen und ein
Bier. Reto's Geburtstagsessen steht ja noch an. Gekonnt setzt Reto
seinen Dackelblick auf und konnte somit die
Receptionistin erweichen. Geburtstagsmenü: Ochsenschwanz mit Kartoffeln
und Reis für Reto und ein Tomaten/Käse Toast für Simona, dazu ein paar
Biere. What a birthday! Auf einer Bootsfahrt am nächsten Tag werden wir
belohnt, denn wir treffen unser erstes wildes Krokodil an. Nach drei
Tagen ist das Auto repariert und es geht morgen weiter Richtung
Victoria Falls.
8. - 13. Oktober 2011 Praia Tofo Mosambique:
Nach einem etwas holprigen Flug, sind wir nun endlich in Inhambane angekommen. Den Flughafen hätte man nie als einen solchen identifizieren können. Schnell
war ein Taxi gefunden, welches uns nach Praia Tofo brachte, wo wir
unser herziges Zimmer im Baia Sonambula bezogen haben.
Praia
Tofo hat uns sehr angenehm überrascht, es gibt viele kleine Restaurants
und Bars, wo das Essen sehr gut schmeckt und Monte Zuma's Rache nicht
zuschlägt :-) Bereits am ersten Abend findet in der Casa Comer eine
Party nach mosambiqueanischer Art statt, wo wir abtanzen (Simona). An
die wirren und besoffenen Aussis und Südafrikaans müssen wir uns noch
gewöhnen.
Tauchen:
Voller
Erwartungen und grosser Freude hat Simona, da sie ja bereits 2
Tauchtage verpasst hat, den Earlymorning Doubletank (2TG) gebucht.
Tauchtechnisch ist dies ja kein Problem aber die Seekrankheit hat sie
eingeholt. Aus 2 Tauchgängen wurde dann nur einer, doch den Walhai
liess sie sich dann doch nicht entgehen. Reto's erster Tauchgang war
von Krämpfen und zu wenig Luft (Octopus lässt grüssen) überschattet.
Beim 2. Tauchgang holte ihn die Aircondition-Erkältung ein, der
Druckausglauch ging nicht mehr so einfach und das Tauchen war für ihn
leider dann schon vorbei, sniff :-(
Fazit:
Das Boot ins Wasser schieben und die Bruchlandung am Strand nach dem
Ausflug ist zwar lustig kann aber auch kleinere Verletzungen zur Folge
haben...; Sicht ist ca. 5-7m; kaum Korallen; wenig Fische; ab und zu
ein grosser Stachelrochen; kurz gesagt, wenn man kein Manta oder Walhai
sieht, gibts nichts so Spektakuläres zu sehen... leider hat Simona auch
den Manta verpasst und verlässt Mosambique taucherisch eher enttäuscht
zurück. Grund ein 2. Mal zu kommen?? ;-)
Was nehmen wir aus Mosambique mit:
- schöner Ferienort

- grosser breiter Strand
- gutes Essen und Trinken
- aufgeweckte, zum Teil zurückhaltende Menschen
- noch nicht so sehr touristisch
- ein schöner und bunter Kunstmarkt
- coole Leute getroffen (Dino, Dani und Flores mit seiner frisch angetrauten Ehefrau)
- bei guten Sichtverhältinssen sicher ein vielversprechender Tauchort
- Walsichtungen von herrlicher Frühstücksterasse
Nun
gehts ein wenig zerschrammt (Reto) und verbrannt (Reto) weiter nach
Namibia. Wo uns hoffentlich das grosse, weite und wilde Arfika
erwartet...Simona's Aggregatzustände (AZ):
AZ1: müde
AZ2: kalt
AZ3: hungrig
5. - 7. Oktober 2011 im Transit gefangen:
Die
Verstpätung hat sich doch länger hingezogen nämlich ca. 30 Stunden, da
die Fluglotsen streikten. Wir können nun Tom Hanks im Transit
nachfühlen. Unsere Erlebnisse:
- Schlafen: 1 Stunde in Etappen, an der Bar, am Boden, im Stehen
- Chinesischer Touristen-Terror-Trupp stürmte den Info-Desk unter lautem Allah rufen und Händeklatschen
- Passagiere bauten eine Strassensperre und Demonstrierten sehr laut im Transit um ein Weiterflug zu erzwingen
- Reto lernte wieder Tschau-Sepp spielen
- Im rauchfreien Transit herrschte plötzlich Anarchie und es wurde überall geraucht (Normalerweise Busse US 500.-- oder Gefängnis)
- 2 Bier = US 10.--
Was haben wir draus gelernt:
- eine arabische Stunde dauert 10x länger als unsere
- Araber argumentieren immer lautstark und jeder ist der Chef
- Am Info-Desk bekommt man keine Info, meist gehörte Antwort: i don't know! come back in one hour!
- Mit Schlafentzug ist selbst das BIER nicht gut!!!
Schliesslich
ging es dann mit nochmals 3 Stunden Verspätung weiter nach
Johannesburg. Nach einem wohltuenden 6 Stunden-Schlaf im Flugzeug sind
wir überglücklich in Johannesburg gelandet. Und wie könnte es anders
sein? Wieder im Transit gefangen! Grund: dieser sch.... Flieger ist 10
Minuten zu spät gelandet. Zum Unverständnis von Simi: Der Flieger war
da, sie war da aber sie fanden nicht zusammen. Warum? Weil sowohl die
Türen, das System und der Computer gschlossen waren, alles
Argumentieren half nichts grrrrrr.....
Das kann uns doch alles nichts anhaben, für uns geht es morgen weiter nach Inhambane, wo wir dann geniessen können.
5 Oktober 2011:Nach
einem erfolglosen Versuch die Pyramiden zu besuchen (wer weiss denn
schon, dass diese um 16.00 Uhr bereits schliessen???), wurden wir
Zeugen einer öffentlichen Auspeitschung in einem Coffee-Shop...
Nach
weiteren 2 Stunden Verkehrschaos, sind wir nun am Ariport in Cario,
trinken eins ,zwei... Bierchen und warten auf den Weiterflug. Bis jetzt haben alle Egyptair-Flüge Verspätung... :-(
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